Überwinde die Angst „anders zu sein“!

Selbstliebe lernen: Talente, Stärken und Gaben im „anders zu sein“ entwickeln. Wie aus unseren vermeintlichen Schwächen goldene Stärken werden.

Auf dem Weg Selbstliebe zu lernen, wirst du nicht umhin kommen, dich eingehend mit dir selbst auseinander zu setzen. Mit deinem „anders zu sein“. Du ahnst es bereits, doch manchmal ist die Angst, sich bewusst seinen Gefühlen zu stellen, sehr groß und der Wille nach Veränderung eher schwach ausgeprägt.

Doch dann folgen Momente, in denen Schmerzen, Druck, Leid, Panik, Probleme und Krankheiten überhand nehmen und du spürst, dass du mit deinem „anders zu sein“, gänzlich die Kontrolle über dich und dein Leben verlierst. Manchmal braucht es eines Verlustes, einer Krankheit, einer Trennung oder einer ausweglosen Situation, dass in uns der Wunsch nach innerer Heilung erwacht.

Und jetzt wird es gefährlich für dich. Du wirst dich mit deinen Ängsten, Schwächen, Blockaden und Widerständen auseinandersetzen müssen.

Während dieser erstmalig bewussten Betrachtung wirst du möglicherweise erkennen, dass du irgendwie „anders zu sein“ scheinst, als andere Menschen. Anders zu sein als die Norm oder auch“anders zu sein“ als die Masse.

Christina Didszun, Überwinde die Angst anders zu sein

Und kommt es vor, dass du dich dabei in Gedanken zurück an deine Kindheit erinnerst.

Diese Form der spontanen „Bewusstwerdung“ geschah seinerzeit völlig unerwartet. Plötzlich hörte ich eine Stimme, die innerlich zu mir sprach. Laut und deutlich glaubte ich, die Stimme meiner Großmutter zu hören. Und es waren exakt die gleichen Worte von früher, die mich sofort mitten ins Herz trafen. Sätze, an deren Wirkung ich mich gleich erinnerte und für die ich mich bereits schon damals in meiner Kindheit schämte:

„Sei doch nicht so empfindlich, nimm dich nicht so wichtig, lege doch nicht alles auf die Goldwaage, du bist viel zu sensibel, du brauchst im Leben ein dickeres Fell, sonst wirst du untergehen, das Leben ist hart, du bist viel zu weich und zu gutmütig“

Und weiter sprach sie: „Wenn du nicht aufpasst, werden dich die Menschen ausnutzen. Du bist viel zu leichtgläubig und naiv. Von wem hast du das nur? Und sie schloss mit den Worten, dass ich mich mit diesen Eigenschaften in der Welt nicht durchsetzen können würde und dass es so ein Verhalten in ihrer Familie nicht gäbe. Das käme bestimmt von deines Vater`s Seite. Und ich erinnere mich, wie seinerzeit oft spekuliert wurde, von wem ich das Weiche, Empfindsame, Sensible nur hätte.

Ich wäre gar nicht belastbar und viel zu verträumt. Schlussendlich muss man bestimmte Qualitäten und ein dickes Fell haben, wenn man im Leben etwas erreichen möchte. Man muss bei klarem Verstand sein und sein Denken einschalten. Und nicht ständig rumheulen.

Und so kam ich mir zeitweise wie eine Aussätzige vor. Mein Makel war es „anders zu sein“. Später, als ich größer wurde, bemerkte ich, dass ich noch in vielerlei anderer Hinsicht anders als andere war. Und dann kam die Zeit, als ich ins Berufsleben einstieg und mich entschied, dass ich selbst gar nicht mehr so wie andere sein wollte.

Je älter ich wurde, desto deutlicher zeigte es sich, dass ich kein Mitläufer war und auch nicht sein wollte.

Ein Mensch, der mit der Masse schwamm, kam für mich nicht in Frage. Ich war jemand, der seinen eigenen Kopf hatte und glaubte, objektiv denken und handeln zu können. Jemand, dem man nichts vormachen konnte.

Rückblickend gab es sogar Momente, in denen ich auf mein „anders zu sein“ richtig stolz war.  Später, sorgte meine Essstörung dafür, dass ich in eine riesige Katastrophe hinein schlitterte. „Anders zu sein“ brauchte ich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr künstlich erzeugen, denn mit meiner Sucht war ich auf eine sehr spezielle Art und Weise zusätzlich anders geworden. Jetzt begann ich mich abzukapseln, von der Welt zu isulieren und rutschte so unaufhaltsam immer tiefer in das „anders zu sein“ sein hinein.

Nach einer Weile holte mich die Einsamkeit ein. Ein Gefühl, was noch furchtbarer als seinrzeit meine Minderwertigkeit war. Diese Gefühl war später der Auslöser, dass ich mich von Grund auf hinterfragte. Dabei kam zum Vorschein, dass ich mir in der Tiefe meines Herzens nichts sehnlicher wünschte, als normal wie andere Menschen leben zu sein. Ich sehnte mich nach der einfachen Normalität, nach einem einfachen Leben.

Mit der Entscheidung, mein „anders zu sein“ zu beenden, begann ein äußerst schmerzvoller Weg für mich.

Dafür musste ich mich all meinen Gefühlen stellen und viele dunkle Täler hinter mir lassen. Ich musste das Tal der Tränen, das Tal der Ängste und durch das Tal, in dem unsere dunkelsten Anteile, unsere Schatten wohnen, durchqueren.

Unaufhörlich steuerte ich dabei auf den Moment zu, an dem ich meinen schmerzvollsten Ängsten und Gefühen Aug in Aug gegenüber stand. Ganz deutlich nahm ich meine Scham, Wertlosigkeit, Ohnmacht, Hilflosigkeit und der Einsamkeit wahr. Diese Anteile flösten mir Angst ein, schüttelten mich und zeigten mir in aller Deutlichkeit auf, was ich an mir nicht sehen, annehmen und lieben wollte.

Darauf folgten schwere innere Kämpfe, in denen ich lernte, was Loslassen bedeutet. Bei gleichzeitiger Untersuchung, woher der Druck und die Ängste in meinem Leben kamen, konnte ich folgendes feststellen:

Der Wunsch nach Normalität schürte innerlich meine Angst, „anders zu sein“. Eine unglaubliche Erkenntnis!

Das was ich wollte, was ich anstrebte, erzeugte in mir diese unerträgliche Angst.  Sie entfachte das innere Feuer, den Kampf und erhöhte den Druck, der sich in einem Gefühl aus Minderwerigkeit und Wertlosigkeit äußerst

Innerhalb dieses Kampfes erinnerte ich mich, dass ich mich von jeher ausgeschlossen fühlte. Als Kind wuchs ich nicht in meiner Familie, sondern bei den Großeltern auf. Daraus resultierte, dass ich mich sowohl bei meinen Großeltern, als auch an den Wochenenden bei meinen Eltern als Besucher fühlte.

Ich entwickelte keine Bindung an ein Zuhause, sondern das Gegenteil war der Fall. Dadurch war ich immer eine Getriebene. Ein  Außenseiter der Familie.

Tief in mir fühlte mich im Leben nicht willkommen. Meiner Ansicht nach, schien mich überhaupt kein Mensch so richtig zu wollen. Ähnliches fühlte ich während meiner Schulzeit. Auch dort war ich Außenseiter. Zum einen, weil meine Eltern Geschäftsleute waren und wir in einem Arbeiterbezirk wohnten und zum anderen, weil ich mich an Prügeleien und Streitereien meiner Klassenkameraden nicht beteidigte. Darüber hinaus, wohnte ich bei meinen Großeltern abseits von allen Schulkameraden.

Daraus folgte, dass ich keine sozialen Bindungen entwickelte. Denn es gab niemanden, der Interesse daran hatte, mit mir zu spielen oder gemeinsam Hausaufgaben mit mir zu machen. Ich war die, die in den Pausen immer alleine stand und diejenige, die im Sportunterricht bei der Riegenbildung von ihren Klassenkameraden nie aufgerufen wurde.

Schon damals war ich traurig und einsam, ohne das ich es bemerkte. Meine Trauer hatte ich gelernt weg zu lächeln.

In meinen Partnerschaften erfuhr ich ebenfalls wie es ist, „anders zu sein“. Aus Angst davor, mich nicht meinen Fähigkeiten entsprechend entwickeln zu können und wie alle Hausfrauen und Mütter zu werden, gab ich meine Ehe auf. Worauf später, nach meiner Scheidung eine weitere Angst hochkam, die vor dem Verlassen werden, dem Alleinsein.

Dabei sorgte ich selbst dafür, dass man mich verließ.

Jede kleine Respektlosigkeit meiner späteren Partner, strafte ich mit sofortigem Liebesentzug. Was Beziehung war und wie man sie pflegte, wusst ich seinerzeit nicht, denn dies hatte ich nie vorgelebt bekommen. Ich wusste nur eins. So wie meine Großeltern und Eltern wollte ich nie werden. Irgendetwas fühlte sich für mich daran falsch daran an.

Auch in der Berufswahl ging ich ungewöhnliche Wege.

Häufig wechselte ich meine Ausbildungen und später auch meine beruflichen Tätigkeiten. Mehrmals gab ich sichere feste Arbeitsplätze für eine unsichere Zukunft auf.

Möglicherweise konntest du dich an der ein oder anderen Stelle in meiner kleinen Geschichte wiederfinden. Vielleicht erlebst du dein „anders zu sein“ auch in einer vollkommen anderen Form, was keinen wirklichen Unterschied macht. Denn wir, die glauben „anders zu sein“, werden getrieben von der tiefen Angst, nicht gut und nicht richtig zu sein. Was dem Gefühl von Minderwertigkeit und der Wertlosigkeit gleichkommt.

Hier ein Video, in dem ich dir noch weitere Aspekte vorstelle.

 

Christina Didszun, Überwinde die Angst anders zu sein

 

Meiner Erfahrung nach, zeigt sich das „anders zu sein“ in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang lautet:

Worin liegt der Nutzen meiner „Andersartigkeit“?

Meiner Erfahrung nach, ist das die einzige Frage, die du dir stellen solltest. Worin liegt mein Nutzen. Eine sehr wesentliche und tiefe Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Warum dies so ist und welche Lösungen sich anbieten, erfährst du in meinem Newslwtter und in meinem nächsten Teil vom Beitrag: Der Nutzen „anders zu sein“.

Bis dahin solltet du selbst die Zeit nutzen und darüber nachdenken. Welchen Nutzen das „anders zu sein“ ganz persönlich für dich hat. Mache dir eine Liste und notiere alles was dir, ohne es zu bewerten, einfällt.

Wie immer kannst du mir deine Fragen in den Kommentaren stellen.

Mit lieben Grüßen

Deine Christina

PS: Bitte trage dich jetzt unten ein und sichere dir deine Checkliste. Meine 18 besten Tipps, die für dein sofortiges Wohlbefinden sorgen. Sichere dir die Fortsetzung von „Selbstliebe lernen“.

Christina DidszunChristina Didszun ist Diplom-Kauffrau (Marketing), Psychologische Beraterin und Autorin. Als Mentalcoach arbeitet sie seit über 16 Jahren erfolgreich mit gestressten, süchtigen und angstbesetzten Frauen. Nach ihrer Selbstbefreiung (20 Jahre Bulimie) beschloss sie die Karrierewelt zu verlassen, um ihr gesammeltes Wissen über Stress und Ängste, betroffenen Frauen weiter zu geben. Als Autorin der Bücher: „Als der Schmerz aufhörte die Seele zu essen“ und „Rendezvous mit dem Leben“ half sie bereits zahllosen Frauen, ihren Weg in die Freiheit zu finden. In ihrem neusten Werk, „Der Friedensstifter“ vermittelt sie dem Leser tiefe, richtungsweisende Botschaften.

Ihr Wunsch und ihr großer Traum ist es, dass „jede Frau einmal Gefühle von Freiheit, Glück und Lebensfreude spüren sollte“.

Mit ihrem Online-Business öffnet sie nun erstmalig die „Schatztruhe“ ihrer jahrelangen Erfahrung. Dies ist die Gelegenheit, kostengünstig von ihrem Wissen zu profitieren. Zahlreiche Videotrainings, E-Books, Hörbücher, Checklisten und weiteres Material stehen nach langer Vorarbeit in Kürze zur Verfügung. Kontakt zu Christina Didszun.

About the Author WP Admin

  • Firat Cavas sagt:

    Unglaublich ich fühle mich soo bestätigt..ich bin in der Türkei bei meinen Großeltern aufgewachsen und in den Sommer ferien für 3,5monate hier bei meinen Eltern..ich habe soo viele Jobs und arbeitsplätze gewechselt..Auch in der Beziehung war es nicht anderst fast genau so wie du dich beschrieben hast…Ich hatte eine gänsehaut…

    • WP Admin sagt:

      Herzlichen Dank für deine Nachricht. Das ist schon etwas besonderes wenn ein Artikel Gänsehaut verursacht. Dann werden dir auch die weiteren Beiträge gefallen, in denen es um die Trauer der Kindheit geht und um den Nutzen. Warum wir so sind wie wir sind. Du siehst, du bist nicht alleine… viel Freude beim Lesen und danke noch einmal für das tolle Feedback… deine Christina

  • Jane Green sagt:

    Toll wie du deine (damaligen) Ängste mit den Menschen teilst. Das macht dich so authentisch. Man merkt auch bei den Gesprächen mit dir, dass du genau weißt wovon du redest und nicht einfach nur irgendwelche Weißheiten und Ratschläge erteilst, die gut klingen oder die du irgendwo mal gelesen hast.
    Im Kontakt mit dir zu stehen bedeutet für mich: Immer wieder an mein wahres Selbst erinnert zu werden. Die Dinge klingen obwohl sie so fremd sind, sich nicht fremd für mich an. Ich kann jedem der das liest, nur wärmstens empfehlen ein Kennenlerngespräch mit Christina zu vereinbaren. Ich danke dir von ganzem Herzen.
    Liebe Grüße

    • WP Admin sagt:

      Liebe Jane, irgendwann habe ich mir gesagt, dass ich nur noch über Dinge spreche und sie verbreite, die ich selbst erlebt habe. Seither ist mein Leben viel einfacher und leichter geworden. Ich brauche nicht mehr zu konstruieren, orakeln oder auf sonstige Art und Weise meinen Verstand zu belasten. So wirkt man auch ehrlich und authentisch. Wenn wir alle mehr über uns und unsere Erfahrungen sprechen würden, wäre die Welt mit Sicherheit friedlicher. Weil es weniger Streit gäbe. Wir könnten alle mehr voneinander lernen. Liebe Grüße, die Christina

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