Selbstzweifel überwinden: Wie du vom Zweifler zum Entscheider wirst!

6 wichtige Hinweise, damit du im Handumdrehen weißt, wie es geht.

​​Soll ich oder soll ich nicht? Kann ich das? Ist das richtig? Was werden die anderen sagen? Nee, lieber doch nicht. So in etwa äußern sich die Selbstzweifel.

​Diese und ähnliche Gedanken schwirrten in meinem Kopf herum, als ich vor der Entscheidung stand, mein erstes Buch zu schreiben. "Das kannst du doch nicht machen," ging es weiter und "wer interessiert sich schon für deine Geschichte?"

Pausenlos hämmerten die Selbstzweifel durch meinen Kopf und dabei stammte die Idee noch nicht einmal von mir. Eine gute Freundin gab mir den Rat, ein Buch über Essstörungen zu schreiben. Sie war der Meinung, wenn ich 20 Jahre Bulimie überwunden hätte, dann sollten die Menschen erfahren, wie ich ich es gemacht habe. Betroffenen Frauen könnte ich damit helfen, so meinte sie, sich ebenso von der Essstörung zu befreien. All dies waren sehr gute Gründe.

Doch damals, ich erinnere mich noch sehr genau, war ich so hin und her gerissen, dass mir innerlich die Schädeldecke zu zerspringen drohte. "Du kannst doch nicht Schreiben!", flüsterte mir meine innere Stimme unentwegt zu.


Wie eine kleine gemeine Schlange, nistete sich der Selbstzweifel in meinem Kopf ein. Und immer, wenn ich mit dem Schreiben beginnen wollte, "züngelte" die Schlange hervor und bedrohte mich mit neuen Argumenten.

Irgendwann entschloss ich mich, nicht mehr auf sie zu hören und begann einfach mit dem Schreiben. Das war das Beste, was ich tun konnte!
In wenigen Monaten entstand mein Buch: "Als der Schmerz aufhörte die Seele zu essen".
Mein wunderbares Werk, das bis heute - Tausenden Lesern Freude, Hoffnung und Mut zur Veränderung macht - sowie ihnen wichtige Schritte für einen achsamen und bewussten Heilungsweg aufgezeigt.

Doch warum zweifeln wir an unseren Fähigkeiten?


​6 wichtige Ursachen/Gründe für Selbstzweifel:

​Nutze diese Hinweise für Beobachtungszwecke. Erkenne dadurch deine "Glücksverhinderungsstrategien und ersetze sie anschließend durch neue, gewinnbringende. Bewusstheit bedeutet: Erkenne dich selbst!

​Hier eine Aufzählung möglicher Ursachen, die dich regelmäßig von deinem Weg abbringen können:

1. Reflex des Gehirns/ Verstandes/ Ego

Auf eine gute Idee, kommt gleich ein negativer Gedanke. Das muss man wissen, dass manche Menschen so ticken. Dies funktioniert wie ein Muster.
Als erstes tritt der Selbstzweifel in Aktion und der hält uns SOFORT von der Umsetzung unserer Entscheidung ab. Es ist "nur" eine Programmierung!

2. Nicht Glücklich sein können... die `Glücksverhinderungsstrategie`

Unbewusst läuft ein Muster in uns ab, welches uns daran hindert, nicht glücklich sein zu können/ oder zu wollen. Dies hat meist den Ursprung in unserer Kindheit. Manche Menschen haben nie vorgelebt bekommen, wie es ist, glücklich zu sein.
Das klingt ziemlich verrückt, kommt aber öfter vor, als man es sich vorstellen kann. Glück ist für diese Menschen gefährlich und macht ihnen unbewusst Angst. ​Sie wissen gar nicht, wie man mit Glück und Erfolg umgeht. Daher verhindern sie durch ständiges Selbstzweifel ihren Erfolg und das darauf folgende Glück.

3. Keine Verantwortung übernehmen

Der Zweifel wird als Vorwand benutzt, um für seine Entscheidungen nicht verantwortlich zu sein. "Ach, das ist mir alles nicht geheuer" heißt es dann. Schließlich können bei zu schnellen Entscheidungen auch Fehler gemacht werden und dafür möchte man unter keinen Umständen Verantwortung übernehmen.

4. Lieber In der Komfortzone bleiben..

Manchmal ist es einfach praktisch, in seiner Komfortzone zu bleiben. Hier kann ich Träumen und mir ohne Konsequenzen die tollsten Sachen ausdenken. Kommt dann der ​Selbstzweifel kann ich darin ungestört weiter verharren.
Ich muss mich nicht anstrengen, nicht "zeigen" und brauche somit kein Risiko einzugehen. Meine Ideen hingegen, werden jetzt von anderen ausgeführt. Das bestätigt mich zwar, streichelt mein Ego, dass die Idee als erstes von mir kam, hinterlässt aber später oftmals ein schales und dumpfes Gefühl in Kopf und Bauch. Was einem bleibt, ist lediglich mit guten Ratschlägen aufzutrumpfen, schließlich war man selbst der Ideenlieferant. Das Risiko trägt derweil der andere und der heimst statt uns auch den Erfolg ein.

5. Aufschieberitis

​Wer kennt sie nicht? Das ist ja eine tolle Idee, aber jetzt gerade habe ich keine Zeit dafür. Zusätzlich bestärkt uns der Zweifel, der sowieso bereits da ist und gibt uns Recht, dass es jetzt etwas Wichtigeres gibt, was wir tun sollten.
Morgen oder Übermorgen ist ja auch noch ein Tag...

6. Unbewusst Gefühle verhindern wollen

a) Die Unsicherheit: Zweifel lähmen das Gemüt. Sie zeigen auf, dass wir uns auf unsicheres Terrain vorwagen. Aber wer will sich schon unsicher und schwach fühlen? Besser lieber kein Risiko eingehen und und die Maske der Selbstsicherheit bewahren.

b) Scham: ​​​​Soweit wir können, vermeiden wir es Entscheidungen zu treffen, auch wegen unserer Angst vor möglicher Scham. Sie möchte man überhaupt nicht in seinem Leben haben. Schon gar nicht aushalten und spüren. Schließlich muss man immer mit allem rechnen. So könnte unsere Entscheidung eine Fehlentscheidung sein und wir müssten dazu stehen. Das wäre peinlich und würde das Bild, das andere von uns haben, zerstören. Erinnerungen zeigen uns, wie häufig wir mit unseren Fehlentscheidungen Dinge in den Sand gesetzt haben? Und haben unsere Eltern uns nicht immer gesagt, wer hoch hinaus will, wird mit Sicherheit tief fallen...lieber die Ziele nicht so hoch stecken, dann kann auch nichts peinlich werden.

c) Minderwertigkeit: Wer möchte sich schon minderwertig oder wertlos fühlen, wenn die Umsetzung der Idee nicht klappt. Wenn ich keinen Erfolg damit habe und ich mich dann als Versager fühle. Wer fängt mich auf, wenn sich die Minderwertigkeit in mir ausbreitet? Wie soll ich eine weitere Niederlage überstehen?  

d) Mangelndes Selbstvertrauen: Sich selbst in aller Tiefe zu vertrauen ist ein heikles Thema und niemand weiß so richtig, was es bedeutet und wie es sich äußert. Daher geben auch nur die allerwenigsten Menschen zu, dass sie kein oder nur geringes Selbstvertrauen haben. 

Die Grundbausteine, die dafür nötig sind, werden in der frühen und sehr frühen Kindheit gelegt. Jedoch bei Menschen mit chronischen Selbstzweifeln, gibt es kein oder nur wenig Vertrauen zu sich selbst, den Menschen, in die Welt, zu dem Partner und der Familie. Dafür gibt es unzählige Ursachen, die aufzuführen, leider hier den Rahmen sprengen würden.
Jedoch haben Überbehütung oder Vernachlässigung einen großen Anteil, wenn es um mangeldes Urvertrauen geht. Jenes Vertrauen, mit dem wir auf die Welt kommen und was wir Menschen brauchen, um ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dies wird jedoch oftmals gebrochen, um Kinder zu funktionierenden Mitgliedern der Gesellschaft und Familie zu machen.

Dies geschieht zum Beispiel, wenn Aufgaben, Entscheidungen etc. den Kindern wegen Zeitmangel abgenommen wird. Es beginnt mit ganz kleinen Dingen.

Damit, dass Schuhe nicht schnell genug zugebunden werden, dass alleine nicht schnell genug der Teller geleert wird oder später, dass die Schulaufgaben von den Eltern zu Ende gebracht werden, weil es schnell, schnell gehen muss, denn der Tisch zum Abendessen soll vorbereitet werden.

Hier lernt das Kind unter anderem, seine Aufmerksamkeit nach außen zu richten, womit es sich langsam von seinen Gefühlen abschneidet und folgende Überzeugungen fest als Muster etabliert: "Man vertraut mir nicht und meine Eltern können das besser." Damit prägt sich ein fatales und schwer aufzulösendes Muster ein: "Es wird immer jemand anderen geben, der es besser kann ich kann."


Der Ausweg, die Lösung!

Hätte ich meinem Selbstzweifel nachgegeben, wäre dieser Blogbeitrag sicher nie entstanden und erschienen. Also, was habe ich anders gemacht? Nach eingehender Selbstbeobachtung habe ich beschlossen, mein Denken drastisch zu verändern. Wichtig dabei war, dass ich meine Gedankenwelt auf die schönen Dinge meines Lebens ausrichtete und mich dementspechend auch auf Entscheidungen freute

1. Eine Entscheidung treffen: Ich hatte eine Idee und und sie fühlte sich gut an, habe sofort die Entscheidung getroffen sie umzusetzen.

2. Entschlossen handeln: Ich habe mich gleich an den Rechner gesetzt und mit meinem MindMap Programm ein Brainstorming gemacht. Hier bekam meine Idee ein erstes Gesicht und plötzlich flossen mir die Inhalte alle von selbst zu.

3. Machen und aktiv werden: Dies ist ein wesentlicher Faktor, um dem aufkommenden Zweifel den Raum zu nehmen. Nimm dir jeden Tag wenigstens eine Sache vor, wenn es um ein Projekt geht. Bleibe dran!

4. 14 Tage nicht mit anderen Menschen darüber sprechen! Treffe ich sehr wichtige Entscheidungen, habe ich es mir, wie die Schamanen es tun, zur Angewohnheit gemacht, 14 Tage mit niemandem darüber zu sprechen. Meine eigenen Zweifel kann ich selbst unter Kontrolle halten, nicht aber die, die von Außenstehenden kommen. Meist sind diese oft hartnäckiger und schwieriger zu bewältigen. Hat meine Idee 14 Tage in mir überlebt, dann kann ich oft Meinungen von außen besser neutralisieren und mein Vorhaben treibt Keime und blüht auf.

5. Gegebenenfalls Korrektur: Ebenfalls ist es möglich und oftmals sogar sehr sinnvoll, seine Ideen zu korrigieren. So habe ich, während ich an meinem neues Buch schrieb, unbewusst Inhalte verändert. Meine Gedanken führten mich in eine andere Richtung als geplant, sodass es zum Schluss ein ganz anderes Buch wurde.
Oder die ursprüngliche Idee war einen Blogartikel zu schreiben und dann entschied ich mich dazu, ein Video zu drehen. Das alles darf sein und dient dem Prozess, es resultierte aber nicht aus einem Zweifel heraus.

6. Oder neue Entscheidung treffen: Es ist durchaus möglich, dass ich an einem Tag eine Entscheidung treffe, die sich für mich gut und richtig anfühlt. Dies kann sich aber auch leicht wieder ändern, da das Leben in ständigem Wandel ist. Und was uns heute und noch richtig erscheint, kann morgen bereits überholt sein. Wenn dem so ist und meine Entscheidung sich nicht mehr richtig und stimmig anfühlt, dann treffe ich nach Prüfung der Sachlage eine neue Entscheidung. ​Das darf sein, ist dann jedoch, nach eingehender Selbstüberpüfung kein Resultat von Selbstzweifeln. Die so getroffenen Entscheidungen fühlen sich vollkommen anders an. 

Jeder Mensch hat das Recht, sich neu zu entscheiden, wenn ihm über Nacht ein neuer Gedanke gekommen ist. Also scheue dich nicht davor neue Entscheidungen zu treffen, wenn sie nicht auf Zweifel beruhen. Sei hier sehr achtsam.

Übung: Erfolgreich Entscheidungen treffen.
Wie du auf leichte Art und Weise den Selbstzweifel ausschaltest:

Der Prozess beginnt sofort, wenn ich eine vermeintlich geniale Idee habe. Sprich, wenn ich eine Entscheidung treffen möchte. Als erstes nehme ich mir fünf Minuten Zeit.

Ich setze mich hin, schließe meine Augen und richte die Aufmerksamkeit auf meinen Atem. Ich mache mehrere bewusste Atemzüge in meinen Bauch hinein. Dabei beobachte ich bewusst meinen Atem. Dann frage ich mich innerlich: „Ist das eine gute Idee?“ Nun achte ich ganz genau auf meinen allerersten Gedanken. Hierzu bedarf es etwas Übung. Wenn der erste Gedanke aufkommt, lautet er Ja oder Nein? Ist es ein Ja, dann frage ich sofort weiter. Was ist der erste Schritt, womit soll ich beginnen?
In meinem Fall, zum vorliegenden Beitrag lautete er, erstelle ein Brainstorming. Und jetzt kommt das Wichtigste. Habe ich eine Entscheidung getroffen, setze ich mich ohne „wenn und aber“ SOFORT an die Umsetzung heran. So nehme ich dem Zweifel seinen Raum. Ich handle einfach. Meine Entscheidung ist getroffen.
Punkt.

Diese fünf Minuten Übung mache ich bei jeder Entscheidung, die ich treffe. Aber auch hier gilt, Übung macht den Meister! Manchmal benutze ich sie auch, um meinen freien Tag eine neue Richtung zu geben. Dann stelle ich einfach andere Fragen. 

Beispiel: Nach fünf Minuten "Nichtstun", dann die Frage stellen: "Was soll ich heute als Nächstes tun?" Und auch hier achte ich auf die erste Antwort, die mir in den Sinn kommt. Und wenn es heißt, "iss einen Apfel", dann tue ich es. So leicht kann es sein, Entscheidungen zu treffen.

Zusätzlich ist es eine großartige Übung, um mit sich selbst in Kontakt zu treten und seine Intuition zu schulen.

Lernst du nach diesem Beispiel und der Übung zu handeln, dann ist es ein erster Schritt auf dem Weg zur Steigerung deines persönlichen Selbstvertrauens, da du dich und deine Bedürfnisse ernst und wichtig nimmst. Darüber hinaus schulst du deine Intuition. So schlägst du dem Zweifel ein Schnippchen und du wirst staunen, wie leicht sich plötzlich die Dinge für dich entwickeln. Geraten jedoch die Projekte ins Stocken, dann ist es vielleicht Zeit eine neue Entscheidung zu treffen. 

Erfahre langsam die Freude, die das richtige Entscheiden auslösen kann. Verabschiede dich von alten Verhaltensweisen und Mustern, die programmäßig abgelaufen sind. Übernimm Verantwortung, sprich die Regie in deinem Leben. Entziehe der zweifelnden Schlange in deinem Kopf die Energie. 

Aber... wenn du selbst unsicher bist, wie du deinem Zweifel und deine Ängsten entgegen treten kannst, dann melde dich zu meinem kostenfreien Online-Seminar an. Hier erhälst du Informationen, die du so mit Sicherheit noch nie gehört hast. Du erfährst, wie du Deine Ängste in Stärken verwandeln kannst.

Jede Entscheidung führt in ein Abenteuer. Du selbst bist es, der die Weichen neu stellt. Genieße es und begeistere dich für das Unbekannte.

Werde vom Zweifler zum entschlossenen Entscheider!

Wenn ich dir mit meinen Ausführungen zum Thema Selbstzweifeln geholfen habe und du auf neue Ideen gekommen bist, würde ich mich über einen Kommentar oder über ein like von dir freuen.

Mit HerzensGRÜSSEN deine Christina Didszun


About the Author Christina Didszun

  • Liebe Christina,
    danke für diesen Blogartikel, der es wirklich auf den Punkt bringt.
    Alles Liebe
    Annette

    • Christina Didszun sagt:

      Hallo liebe Annette,
      freut mich, dass dir der Beitrag gefällt. Freut mich ganz sehr, dass du einen Kommentar hinterlassen hast. Ich wünsche dir noh eine wunderschöne und erfolgreiche Woche.
      Liebe Grüße
      die Christina aus Berlin

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